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Dem Besucher dienen

In den vorstehenden Artikeln wurden die wichtigsten Probleme im Zusammenhang mit zugänglichen und benutzbaren Webprojekten behandelt.

Aber trotz verständlicher Navigationsstruktur und gut strukturierten Inhalten, trotz leichter Sprache und wenig Fremdworten kann es in Einzelfällen notwendig oder sinnvoll sein, dem Benutzer zusätzliche Hilfestellung zu geben.

Dienst am Kunden

Hilfe zum Webprojekt:
Inhaltsverzeichnis

Zusätzlich zur Navigation wird häufig ein Inhaltsverzeichnis ( oft als sitemap bezeichnet) angeboten. Über dieses Verzeichnis sind alle Dokumente des Webauftritts direkt zu erreichen. Bildet es zusätzlich auch die Inhaltsstruktur ab, kann dies dem Besucher die Orientierung erleichtern.

Hilfe zum Webprojekt:
Suchroutinen

Projektinterne Suchroutinen sind in vielen Web-Präsenzen zu finden. Über ein Suchformular wird in allen Dokumenten des Projektes nach den angegebenen Begriffen gesucht. Hiermit lässt sich schnell und zielgerichtet nach Inhalten suchen.

Hilfe zum Webprojekt:
Hilfetexte

Formulare, etwa in Shop-Systemen oder anderen Dienstleistungsbereichen, sind oft für den Besucher eine Hürde, die er nicht gewillt ist zu nehmen.

Unklar bleibt für ihn, was in den einzelnen Eingabefeldern angegeben werden muss, welche Angaben in welcher Form möglich sind, was eventuell zu beachten ist und was mit den Daten geschieht. Verwirrung und Unsicherheit verhindern häufig einen erfolgreichen Geschäftsabschluss.

Zusätzlich zu der geforderten Gestaltung von Formularen können kontextbezogene Hilfetexte angeboten werden. Hilfedateien, die sich auf ein bestimmtes Eingabefeld beziehen sind geeignet, beim Benutzer entstehende Fragen zu beantworten oder Unsicherheit abzubauen.

Hilfe zum Webprojekt:
Nützliche Zugaben

Auch wenn Sie nicht zwingend gefordert sind, können Sie vielleicht für den einen oder anderen Besucher hilfreich sein.

  • Style Switcher:
    Über eine Schaltfläche oder ein Auswahlfeld bieten Sie dem Besucher die Möglichkeit, das Aussehen Ihres Webangebotes zu verändern. Vordergründig geht es hierbei um verschiedene Farbkombinationen, die besonders für Besucher mit Sehbehinderung von Interesse sein können. Denkbar wären Varianten mit unterschiedlichen Farbschemen, abgedunkelten Farbtönen oder eine reine Schwarz-Weiß-Version.
  • Kontrastverstärker:
    Wer nicht von vornherein innerhalb der Seitengestaltung mit kontrastreichen Farben arbeiten möchte, kann nach dem Prinzip des oben erwähnten Style Switcher einen Kontrastverstärker anbieten. Auch hierbei geht es um die farbliche Optimierung für bestimmte Besuchergruppen.
  • Text Zoom:
    Über die Gewährleistung skalierbarer Schriftgrößen mittels Browser-Menü hinaus können auch Schaltflächen für verschiedene Schriftgrade eingesetzt werden. Viele dieser Anwendungen erfordern jedoch Script-Unterstützung seitens des Anwenders, die nicht immer vorausgesetzt werden kann.

Alternative Zusatzinformationen

Die WAI-Richtlinien fordern für Informationen, die nicht aus Text bestehen (Bilder, Audio- oder Video-Dateien), alternative Informationen.

Ein zusätzlicher Dienst am Kunden kann die Beschreibung des Aussehens Ihrer Webseite sein. Auch blinde Menschen sehen. Nur eben anders.

Teilen Sie den Besuchern mit, wo sich auf dem Bildschirm bestimmte Seitenelemente befinden, in welchen Farbtönen die Seiten gestaltet wurden, vermitteln Sie einen Gesamteindruck von dem, was der sehende Besucher auf dem Bildschirm vorfindet.

Besonders Menschen, die erst später erblindet sind, haben Erinnerungen an die reale Welt. Im Zusammenspiel mit gut strukturierten Inhalten sind Besucher in der Lage, aus solchen Zusatzinformationen die Realität nachzubilden.

Fragen beantworten

Bieten Sie Ihren Besuchern eine Möglichkeit, sich mit Fragen oder Hinweisen an Sie zu wenden.

Eine eingehende e-mail sollte schon aus Höflichkeit zeitnah beantwortet werden. Nehmen Sie eventuelle Hinweise ernst. Auch kritische Hinweise zeigen ein Interesse des Besuchers an Ihrem Webangebot.

Falls Sie an gezielten Rückinformationen interessiert sind, kann ein Feedback-Formular hilfreich sein, in welchem Sie die interessierenden Problemkreise vorgeben.

Dokumentation und Ansprechpartner

Im Netz gibt es mehr als nur Webangebote in Form von Präsentationen.

Online-Dienstleistungen sind oft hochkomplexe Anwendungen mit einer Vielzahl an Funktionen. Weitverbreitete Beispiele sind Redaktionssysteme, Shops oder Bankanwendungen (Online-Banking).

Es sollte zur Philosophie der Anbieter gehören, hierzu ausreichende Dokumentationen bereitzustellen und den Kontakt zu Ansprechpartnern zu ermöglichen.

Eine automatisch generierte Antwort-Mail mit nichtssagendem Inhalt erfüllt in der Regel nicht die Anforderungen, welche Besucher an Hilfsangebote stellen.

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bwl projekt manager v.5.03.10
by - KE-

Letzte Änderung: 21.02.2008